nicht – so kein Zufall mehr. Vielleicht, vielleicht. Also Mutter, Sohn? Viel- leicht. Oder? Kann schon sein, vielleicht, wäre ja schön, wenn es so wär, und ist ja so, also so vielleicht, weil dann, wenn es so ist, vielleicht, dann vielleicht also steht ja eigentlich uns jetzt so, wenn ich das jetzt so seh, so seh, so mir so anseh, also ja eigentlich also nichts, und wenn ich sie erst so seh, ja vielleicht, also kann schon gut sein, dass das vielleicht. Also ich frage mich, ob das vielleicht sein kann, dass das Mutter und frage mich weiter und frage dann den Mann: „Ist das deine Mutter?“ Die Mutter, die potenzielle Vielleicht-Mutter, antwortet erst mit 40 Grad, dann einer Pause, einem potenziellen Vielleicht-Blick, den kann ich leider nicht sehen, die sonnengroße Sonnenbrille ist im Weg, und dann mit einem Blick zum Mann und einem „Ja.“ Dann ein „Nein“ vom Mann, ein vorsichtiges. Ja, nein, was? Vielleicht, da war ich schon. Ich frage nochmals. „Warst du in ihrem Bauch, dem von der Frau da, und bist dann aus ihr also herausgekommen: blutend, schreiend, nackt?“ „Ja.“, kommt von der Frau. Abermals. Ein ver- wirrter Blick des Mannes, abermals, aber bevor dieser diesmal etwas sagen kann, wiederholt die Frau – die Mutter – sagt: „Jaja, ich bin die Mama.“ Der Sohn, er ist noch nicht ganz überzeugt, bleibt lieber im Potenziellen, bleibt ein Mann, so scheint es mir und auch der Sonne. Ein Mann also holt Karten dann hervor, beginnt auszuteilen. Für zwei. Nicht drei. Zwei. Und nich für mich. „Was spielt ihr?“, frage ich. Die Antwort: „Arschloch“ „Kenn ich nich“, die meine und „Passt doch“ in Gedanken. Dann nichts, dann blicke ich ihn an, den Mann, dann weiter nichts, kein Blick, kein nichts, von diesem Arschloch-Wichser, nur Schwei- gen. Und er spielt. „Ich mag keinen Rhabarberkuchen, ich muss das leider kurz mal zugeben“, geb ich leider kurz mal zu und zu der Diskussion hinzu. Irgendwie muss das Gespräch ja laufen. Wir sitzen aber und das Gespräch auch. Leider. Mehr als ein „Aha“ und ein kurzer Seitenblick kommt nicht, und dann weiter- spielen, dieses verfickt unwichtige Arschlochspiel. Er legt ein Ass, sie legt nichts, er nimmt die Karten, er legt zwei Buben, sie legt nichts, er nimmt die Karten, er legt eine Zwei, sie oh eine Drei, er ein Ass, sie nichts, er nimmt die Karten, nimmt und nimmt die Karten, nimmt und nimmt, das Arschloch nimmt, bis es einen Stapel vor sich hat, an Karten und in seiner Hand keine. Dann der Mann mischt neu. Die Frau sagt irgend- 38 Liam Talbot